Das Deutsche Flyball-Reglement
des Verbandes für das Deutsche Hundewesen
Gültig ab 1.Januar 2005(Änderungen vorbehalten)

Inhaltverzeichnis

1. Allgemeines
1.1 Zulassungsbestimmungen

1.2 Aufgaben des Wettkampfleiters

1.3 Wettkampfschema

1.4 Referenzzeit/Richtzeit

2. Jurymitglieder

3. Wettkampfregeln
3.1 Flyballterrain/Ring

3.2 Flyballboxen

3.3 Hindernisse

3.4 Bälle

3.5 Rückwand/ Backstops

3.6 Mannschaft

3.7 Wettkampfregeln
3.7.1 Der Start

3.7.2 Die Runde

3.7.3 Umgefallene Hindernisse

3.7.4 Fehlerhafte Flyballbox

3.7.5 Eingreifen

3.7.6 Beschmutzung

3.7.7 Ball außerhalb des Flyballterrain

3.7.8 Verhalten des Ballladers

3.7.9 Zieleinlauf

3.7.10 Störung

3.7.11 Bruch von Hindernissen

3.8 Aufwärmen und Üben

3.9 Antreten zum Lauf


4. Anmelde- und Wettkampfformular

5. Rahmenbestimmungen
5.1 Verhaltensregeln
5.2 Veranstaltungstermine

5.3 Unbefangenheit gegenüber Menschen und Artgenossen

5.4 Gesundheitszustand des Hundes

5.5 Gültigkeit

6. Mögliche Varianten / Zusatzregeln


6.1 Die 9 Hunde-Regel

6.2 Mitlaufen

6.3 Zaun

6.4 Senioren-Regel



1. Allgemeines
Flyball ist eine Hundesportart, bei der Tempo, Spieltrieb und Apportierfreude im Vordergrund stehen.
Flyball ist offen für Hunde aller Größen und Rassen, fördert auf spielerische Art und Weise ihre Bewegungsfreude, ihre Selbstsicherheit und ihr Sozialverhalten.
Beim Flyball kann jeder gesunde, aktive Hund seine volle Lebensfreude zum Ausdruck bringen.
Flyball ist ein Wettkampfsport, bei dem pro Lauf jeweils zwei Mannschaften mit je 4 Teams ( Team= Hund + Hundeführer) auf zwei nebeneinander liegenden Bahnen gegeneinander antreten.
Jeder Hund muss ohne Hilfe des Hundeführers vier aufgestellte Hürden überspringen, den Auslösemechanismus an der Flyballbox betätigen, den herausgeworfenen Ball fangen und mit dem Ball im Fang über die selben 4 Hürden zurück zur Start-/Ziellinie rennen.
Sobald ein Hund die Start-/Ziellinie überquert hat, darf der nächste Hund seiner Mannschaft starten.
Dies wiederholt sich so lange, bis die 4 Hunde je Mannschaft die Bahn fehlerfrei abgearbeitet haben.

Alle Flyballwettkämpfe unterliegen in Bezug auf Durchführung und Verhalten der Beteiligten sportlichen Grundsätzen.
Die Vorschriften des Flyball-Reglements sind für alle Beteiligten bindend. Die Wettkämpfe haben Öffentlichkeitscharakter, Ort und Beginn sind den Mitgliedern öffentlich bekannt zu geben.

Es sind ausschließlich Armateurwettkämpfe zugelassen.
Kleidung, Geräte und Preise mit der Identfikation von Sponsoren sind jedoch zugelassen.
An einem Flyballturnier dürfen Mannschaften mit Hunden egal welcher Rasse oder Mischung teilnehmen.
Bei einem Flyballturnier darf ein teilnehmender Hund nicht für mehrere Mannschaften starten, sondern immer nur für die eine Mannschaft, für die gemeldet wurde.

1.1 Zulassungsbestimmungen
Das Zulassungsalter der Hunde beträgt 15 Monate.
Teilnehmer einer durch den VDH/FCI angeschlossenen Verein/Verband termingeschützten Veranstaltung kann jeder Hundefüher sein, der für sich und den Eigentümer des Hundes eine gültige Mitgliedschaft in eienen dem VDH/FCI angeschlossenen Verein/Verband nachweist.
Kranke oder verletzte Hunde sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Im Zweifelsfall entscheidet der Tierarzt.
Heiße Hündinnen dürfen zu Wettkämpfen nicht zugelassen werden.

1.2 Aufgaben des Wettkampfleiters
Für jede Flyball-Veranstaltung ist ein Wettkampfleiter zu benennen.
Ihm obliegen unter anderen folgende Aufgaben:

  • Stellung des Terminschutz-Antrages, Anmeldung bei den Veterinär- und Polizeibehörden, Bekanntmachung in der örtlichen Presse und in den Verbands-Organen.
  • Entgegennahme der Anmeldung und Überprüfung nach Vollständigkeit und Richtigkeit laut Flyball-Reglement, Erstellung der Startlisten nach Startgruppen (Divisionen) sowie des Zeitplanes.
    Absprache mit dem Hauptschiedsrichter über Beginn und Ablauf der Veranstaltung und des Wettkampfschemas.
    Dieses ist dem Hauptschiedsrichter spätestens 5 Tage vorher mitzuteilen mit Anfahrtsbeschreibung und Anzahl der gemeldeten Mannschaften.
    Aushändigung der erforderlichen Bewertungsunterlagen an den Hauptschiedsrichter, in denen alle notwendigen Angaben eingetragen sein müssen.
  • Im Auftrag des Veranstalters hat der Wettkampfleiter dafür Sorge zu tragen, dass ausreichendes Gelände zur Durchführung des Wettkampfes sowie die erforderlichen Geräte laut Flyball-Reglement vorhanden sind.
    Er sorgt auch für die Bereitstellung von Helferteams , die für eine zügige Abwicklung der Wettkämpfe, Auswertungen, Platzierungen und alle nötigen Schreibarbeiten zur Verfügung stehen.
    Ebenfalls organisiert er die Einweisung der Schreibkräfte, Linienrichter, Boxenrichter und Zeitnehmer.
    Diese Aufgaben kann er auch an zuverlässige Personen delegieren.
  • Einhaltung der Richtlinien und Wettkampfregeln dieses Flyball-Reglements.
  • Der Wettkampfleiter sorgt für das sichtbare Aufstellen und regelmäßige Aktualisieren der Ergebnistafel, damit alle Teilnehmer jederzeit eine Übersicht über die erzielten Reultate haben.
    Teil der Ergebnistafel ist auch eine Liste aller gemessenen Hunde und derer Hindernishöhe.
  • Der Veranstalter stellt zwei eingewiesene Schreibkräfte für die gesamte Dauer der Veranstaltung zur Verfügung.
  • Der Veranstalter sorgt für Preise (Trophäen) und ggf. Andenken.
    Möchte der Veranstalter jedem Teilnehmer ein Andenken mit auf den Nachhauseweg geben, sollte er mit 8 Stück pro Mannschaft kalkulieren.
    Wird ein Turnier in mehrere Divisionen unterteil, ist ein Preis für jeden Gewinner einer Division erforderlich.

Ein Turnier erfordert mindestens 4 Mannschaften pro Division! Bei einem limitierten Turnier werden die Anmeldung nach Postdatum sortiert.
Meldet sich ein Verein/Club mit mehreren Manschaften an, wird vorläufig nur die erste Mannschaft berücksichtigt.
Sind bei Anmeldeschluss noch nicht alle Plätze besetzt wird nach Postdatum der Anmeldungen eine zweite Mannschaft zugelassen. Sind noch Plätze frei, wird analog eine dritte Mannschaft zugelassen usw.
Alle teilnehmenden Mannschaften werden einer Division zugeteilt, ausschlaggebend hierfür ist die angegebene Laufzeit einer Mannschaft.
Da die gemeldeten Mannschaften nach dem Meldeschluss ihre angegebenen Laufzeit nicht mehr ändern dürfen, darf der Meldeschluss nicht mehr als 14 Tage vor dem Austragungstermin liegen.
Der Wettkampfleiter ist gegenüber dem Verein, dem Verband und der Jury für den reibungslosen Ablauf verantwortlich und muss über die Dauer der Veranstaltung zur Verfügung stehen.
Bei der Veranstaltung darf der Wettkampfleiter keinen Hund vorführen.

1.3 Wettkampfschema
Ein Turnier kann aufgebaut werden als:

  • Round Robin (Jeder gegen jeden), d.h., jede Mannschaft startet ein Mal gegen jede andere Mannschaft aus der gleichen Division
  • Speedtrail , hierbei werden keine Punkte vergeben. Es kommt innerhalb der Division nur auf die schnellste Zeit an.
    Der Speedtrail wird angewand wenn die Divisionen zu groß sind um ein Round Robin abzuhalten.
  • Single Elimination (Einfaches K.O.-System), d.h. der Gewinner kommt weiter und der Verlierer scheidet aus
  • Double Elimination (Doppeltes K.O.-System), d.h. eine Mannschaft scheidet erst nach der zweiten Niederlage aus
  • Kombination dieser drei Möglichkeiten

Ein Rennen (race) besteht aus verschiedenen Läufen (runs) worüber die Teilnehmer vor Beginn des Wettkampfes informiert werden z.B.
  • 1 Rennen = 3 Läufe
  • 1 Rennen = Best aus 3 (d.h. die Mannschaft die zuerst 2 Läufe gewinnt hat das Rennen gewonnen)
  • 1 Rennen = Best aus 5 (d.h. die Mannschaft die zuerst 3 Läufe gewinnt hat das Rennen gewonnen)
Bei "Round Robin" wird vor dem eigentlichen Wettkampfbeginn bekannt gegeben nach welchen Kriterien die Rangordnung aufgebaut ist:
Entweder durch Punktezuteilung pro gewonnenen Lauf oder Rennen oder durch Ermittlung der Bestzeit einer Mannschaft.

1.4 Referenzzeit/Richtzeit
Jede Mannschaft gibt selbst eine Referenzzeit an. Bei der Einteilung in Divisionen, wird die Mannschaft
entsprechend dieser Referenzzeit eingestuft. Ist die Mannschaft jedoch mehr als 0,5 sec schneller
als die angegebene Referenzzeit der Division, hat das Team diese Richtzeit überschritten, ist das
Resultat “Break Out” (BO) und die Mannschaft verliert den Lauf, egal welches Resultat der Gegner erzielt
hat. Beispiel: ein Team gibt eine Referenzzeit von 20.35 sec an, welches auch gleichzeitig die
Referenzzeit der Division ist. Die Break Out Time dieser Division ist daher 19,85 sec. Läuft ein
Team aus dieser Division schneller, sprich eine Zeit unter 19,85 sec ist das Resultat Break Out
und das Team verliert die Runde.

2. Jurymitglieder
Wenn zwei Mannschaften gegeneinander laufen, sind fünf Jurymitglieder (ein Hauptschiedsrichter, zwei Linienrichter und zwei Boxenrichter) erforderlich.
An der Außenseite einer jeden Flyballbahn befindet sich in Höhe der Start/Ziellinie ein Linienrichter.
Die Linienrichter stehen mit dem Gesicht zueinander.
Zwei Boxenrichter befinden sich in Höhe der Flyballbox, so dass sie den Balllader beobachten können, ohne ihn zu stören oder den Hund abzulenken.
Das fünfte Jurymitglied ist der Hauptschiedsrichter, der auf die Einhaltung aller Regeln achtet und auch das Startsignal gibt.
Im Zweifelsfalle gilt das Urteil des Hauptschiedsrichter.
Die Boxen- und Linienrichter bleiben während des Wettkampfes auf ihren Plätzen. Springt ein Ball gegen oder um ein Jurymitglied herum gilt der Ball als im Spiel befindlich.
Die prinzipielle Aufgabe der Boxen- und Linienrichter ist das Andeuten von Fehlern, die auf ihnen zugewiesenen Bahnen gemacht werden.
Der Hauptschiedsrichter steht zwischen den beiden Flyballbahnen. Während des Rennens positioniert er sich so, dass er die Hundeführer gut beobachten und eventuelle Übertetungen feststellen kann.
Falls bei Unklarheit erforderlich , assistiert der Hauptschiedsrichter den Boxen- und Linienrichtern und deutet den Sieger an, bzw. er stellt fest, wann ein Lauf unentschieden beendet wurde.
Vor dem Andeuten des Siegers informiert sich der Hauptschiedsrichter bei den Linienrichtern.
Der Hauptschiedsrichter nimmt seine Position so ein, dass er die Hunde während des Wettkampfs nicht stört. Bei einem manuellen Start gibt der Hauptschiedsrichter nach Abzählen in Intervallen von 1 sec. das Startsignal.
Diese Prodzedur wird während des gesamten Wettkampfs beibehalten.
Die Jurymitglieder geben ein deutliches Signal, wenn ein Hund eine Runde wiederholen muss.
Der Hundeführer muss auf diese Signale achten und seinen Hund zur Strafrunde starten. Falls erforderlich, beendet der Hauptschiedsrichter mit einen Pfeifsignal das Rennen.
Die Jurymitglieder dürfen sich in keine Diskussionen mit einem unzufriedenen Teilnehmer einlassen.
Um als Jurymitglied zu fungieren, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • die Person kommt aus der Flyballwelt
  • das Mindestalter eines Jurymitglieds beträgt 18 Jahre
Jurymitglieder müssen freundlich und höflich sein und bleiben, sollten Mitgefühl haben, jedoch unparteiisch und entschlussfest sein.
Die Jurymitglieder verfügen über gründliches Wissen und praktische Erfahrung im Flyballgeschehen.
Die Jurymitglieder sind nicht nur gegenüber den Teams und dem organisierenden Verein verantwortlich, sondern auch gegenüber Zuschauern und Sponsoren.
Ein Schiedsrichter erfüllt die Rolle des Richters und des Diplomaten. Die Jurymitglieder sorgen für Chancengleichheit bei allen Teilnehmern und achten darauf, dass niemand bevorzugt wird.
Bei Ankunft auf dem Wettkampfgelände melden sich die Jurymitglieder beim Veranstalter.
Der organisierende Verein räumt genügend Zeit ein, um vor Beginn des Wettkampfs Ring, Hindernisse, Bodenbeschaffenheit und Rückwände hinter und zwischen den Flyballboxen, sowie die Boxen selbst zu kontrollieren.
Dieses Flyball-Reglement enthält nur die Grundprinzipien.
Es ist kein Leitfaden in dem jede mögliche Situation simuliert und erklärt wird.
Jede Entscheidung stützt sich auf Erfahrung, Ehrlichkeit und das korrekte Verhaltern der Jury. Auf dem ersten Platz stehen Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden von Hund und Hundeführer. Vor Wettkampfbeginn kontrolliert der Hauptschiedsrichter den Ring gemäß den Erfordernissen des Flyball-Reglements.

  • die Start/Ziellinie muss deutlich gekennzeichnet sein
  • Aufstellung der Hindernisse, Hindernishöhe, Rückwand, Begrenzungen, Aufstellung der Flyballboxen werden nachgemessen, um die Übereinstimmung mit den geltenden Flyballregeln zu gewährleisten (eine Abweichung von 0,5cm bei der Hindernishöhe ist minimal und akzeptabel).
  • die Flyballboxen werden durch die Jury überprüft und verweigert, wenn sie nicht mit den reglementären Erfordernissen übereinstimmen.
Der Hauptschiedsrichter ermittelt die genaue Größe der Hunde, die kleiner als 50 cm sind und über keine Flyball-Identifikationskarte verfügen.
Die Hunde werden für ein Turnier immer von dem gleichen Richter gemessen, beim Messen muss noch mindestens ein weiteres Jurymitglied anwesend sein.
Hunde, die nicht gemessen werden können, verlieren das Recht auf Verminderung der Hindernishöhe.
Die Hindernishöhe ist per 2,5 cm einstellbar, bei einer minimalen Höhe von 17,5 cm bis zur maximalen Höhe von 35 cm. Die Hindernishöhe wird ermittelt durch die Größe des kleinsten gemessenen (teilnehmenden!) Hundes einer Mannschaft, nicht aber durch die Größe eines Reservehundes.
Die ermittelte Größe wird um 12,5cm verringert und nach unten abgerundet auf 2,5cm.
Mögliche Hindernishöhen sind dabei zu berücksichtigen:17,5- 20- 22,5- 25- 27.5- 30- 32,5-35 cm.
Beispiel:
Der kleinste Hund einer Mannschaft mißt 37cm, die Hindernishöhe dieses Teams wird sein: 37cm -12,5cm= 24,5cm-- abgerundet 22,5cm.
Stellt der Hauptschiedsrichter während des Wettkampfes fest, dass eine Mannschaft ihre Hindernisse vor dem Rennen nicht auf die korrekte Höhe gebracht hat, werden sämtliche mit dieser Hindernishöhe gewonnenen Rennen als verloren gewertet (bei „Round Robin“) oder das Team wird disqualifiziert (bei „Single-, oder Double Elimination“).
Der Hauptschiedsrichter darf zu jedem Zeitpunkt die Hunde nachmessen, ist dazu jedoch nicht verpflichtet.
Hat sich der Hauptschiedsrichter beim Messen geirrt (zum Vorteil des Teams) wird das betreffende Team nicht gestraft, muss aber für die noch zu laufenden Runden, bzw. Rennen die korrekte Höhe einstellen.
Jeder Protest, die Hindernishöhe betreffend, muss direkt nach der betreffende Runde verbalisiert werden.
Die Hunde werden vom Boden bis zur Schulter stehend in nartürlicher Körperhaltung gemessen.
Der Hauptschiedsrichter beendet das Rennen bei Störung durch den Hund oder Begleiter, bei Beschmutzung des Rings durch den Hund sowie bei aggressiven Betragen von Hund oder Begleiter und die gegnerische Mannschaft gewinnt das Rennen.

Die Linienrichter:
  • dürfen einer Mannschaft während der Aufwärmrunde weder assistieren noch Rat erteilen
  • notieren pro Runde die Namen der teilnehmenden Hunde auf den entsprechenden Formular
  • beenden das Rennen nach dem ersten Frühstart (danach wird erneut gestartet)
  • melden mit einen Signal, welcher Hund eine Strafrunde laufen muss z.B. bei
    - zu frühem Wechsel (der ablösende Hund befand sich beim Wechsel über der Start/Ziellinie) : dies ist mit Hilfe des EJS zu erkennen.
    - nicht Überspringen eines oder mehrerer Hindernisse
    - Passieren der Start/Ziellinie ohne Ball beim Zurückkommen
    - Überschreiten der Start/Ziellinie durch den Hundeführer (außer zum erneuten Aufstellen umgefallener Hindernisse oder zum Holen eines Balles)
    - Allen anderen Fehlern, für die ein Hund eine Strafrunde laufen muss

Der Boxenrichter:
  • beobachtet den Balllader und die Zuschauer und signalisiert (mit Flagge) eventuelle Regelwidrigkeiten sowie Defekte an der Wurfmaschine stellen Übertretungen der Regeln durch die Hunde fest (nicht Überspringen eines Hindernisses, Beschmutzen des Rings, etc.)

Die Linienrichter entscheiden auch, wer einen Lauf gewonnen hat.
Wenn die Linienrichter keine einstimmigen Entscheidungen fällen können, zeigt der Hauptsschiedsrichter nach Beratung mit den Linienrichtern den Gewinner an.
Bei einen Lauf mit unentschiedenen Resultat, muss bei „Round Robin“ die Runde nicht wiederholt werden, wohl aber bei „Single-, oder Double-Elimination“.
Bei Verwendung eines Elektronischen Jury System (EJS) mit einer Genauigkeit von 1/100 Sekunden ist ein Lauf unentschieden, wenn die elektronisch gemessenen Zeiten beider Mannschaften in 2 Dezimalen hinter dem Komma identisch sind.

3. Wettkampfregeln

3.1 Flyballterrain/Ring
Der Abstand von der Start/Ziellinie zum ersten Hinderniss beträgt 1,83m (6 feet).
Zwischen den Hindernissen ist ein Abstand von jeweils 3,05m (10 feet).
Der Abstand vom letzten Hinderniss zur Vorderseite der Flyballbox beträgt 4,57m (15 feet).
Der Abstand zwischen 2 Flyballbahnen beträgt mindestens 3,66 m und höchstens 6,70 m.
Die Mindestabmessungen eines Flyballterrain mit 2 Bahnen sind 35m in der Länge und 10m in der Breite.
Findet der Wettkampf auf harten Grund oder Teppichboden statt (Indoor- Wettkampf) und es besteht Verletzungsgefahr (Verbrennung der Pfoten), muss jede Bahn mit einer geeigneten Bekleidung (z.B. rutschfesten Gummimatten ausgelegt werden.
Über die gesamte Länge der Bahn einschließlich Auslaufzone und ab dem letzten Hinderniss bis zur Rückwand rechts und links der Bahn werden zusätzlich 1,50m breite Gummimatten ausgelegt.
Die Länge der Flyballbahn beinhaltet auch eine Auslaufzone von mindestens 15m, gemessen von der Start/Ziellinie, identisch für beide Bahnen.
Der Abstand zwischen den Flyballboxen (gemessen von der Vorderseite der Maschine) und Rückwand beträgt nicht weniger als 2,15m (7 feet).
Der Veranstalter sorgt für einen rutschfesten Boden für die Flyballbahnen, an den Boxen und am Start.

3.2 Flyballboxen
Jede Mannschaft benutzt eine eigene Flyballbox, die den Regeln des Flyball-Reglements entspricht.
Bei offiziellen Wettkämpfen sind alle Boxen, die obigen Abmessungen entsprechen, zugelassen. Jedoch müssen alle Boxen einen mechanischen Pedalmechanismus (nicht elektronisch, nicht pneumatisch!) haben.
Wenn die Box aktiviert ist, muss der Ball im freien Flug eine Strecke von mindestens 60cm zurücklegen können, gemessen vom Lancierungspunkt in Richtung Start/Ziellinie.
Es sind die folgende Abmessungen für Flyballboxen zu berücksichtigen:
  • Max. Breite 61cm
  • Max. Höhe 46cm
  • Max. Länge 76cm
In diesen Abmessungen ist der Wurfmechanismus inbegriffen, nicht aber ein eventuelles Trittbrett für die Balllader, um für stabile Standfestigkeit der Box zu sorgen.
Verankerungssysteme/ -materialien dürfen die Flyballbox nich mehr als 1,27cm erhöhen.
Ausgangspunkt bei der Konstruktion ist Sicherheit und Komfort für den Hund.
Scharfe Kanten und Ecken sind zu vermeiden und eine ordentliche Verkleidung (Gummi, Schaumstoff) ist anzubringen.

3.3 Hindernisse
Der Veranstalter sorgt für 2 Sätze von je 4 identischen Flyballhindernissen.
Andere Vereine oder Mannschaften können sich hier sportlich zeigen und eventuell Hindernisse ausleihen, sollte der organisierende Verein nur einen Satz besitzen.
Die Hindernisse sind in der Innenfläche weiß, eine andere Farbe und/oder Aufschrift/Logo ist auf der Außenseite der Seitenteile zugelassen.
Die Einsätze sind weiß und schließen bündig aneinander an.
Logos oder Buchstaben dürfen angebracht werden, solange rundherum noch ein weißer Rand von 5cm frei ist.
Die Hindernisse haben eine Innenseite von 60cm, die Seitenteile sind nicht höher als 90cm und nicht kürzer als 60cm.
Die Hindernisse sind einstellbar per 2,5cm, sind mindestens 17,5cm und maximal 35cm hoch.
Die Einsätze zur Höhenverstellung sind aus elastischen Material (PVC-Hartschaum) und max. 12mm dick.
Bei jedem Hinderniss wird an der Oberkante des obersten Einsatzes ein Schutz (z.B. Schaumgummi) angebracht, um Beinverletzung beim Hund vorzubeugen.
Bei der Wahl des Schutzes ist darauf zu achten, dass korrekte Einstellhöhen, einschließlich Schutz, gewährleistet sind.

3.4 Bälle
Jede Mannschaft sorgt für einen ausreichenden Vorrat von Bällen, die Farbe spielt keine Rolle.
Die Bälle dürfen nicht perforiert (durchgestochen) sein.
Das Format der Bälle kann der Größe des Hundes angepaßt gewählt werden. Zugelassene Bälle sind Bälle, die wie Tennisbälle ihre Funktion erfüllen, sie müssen springen und rollen können.

3.5 Rückwand/Backstop
Die Organisation sorgt für eine undurchsichtige Rückwand hinter jeder Maschine, mindestens 60cm hoch, um zu verhindern, dass nicht gefangene Bälle zu weit wegrollen.
Die Rückwände werden so aufgestellt, dass die Sicht der Boxenrichter und Zuschauer nicht beeinträchtigt wird.
Eine gleiche Wand wird zwischen den Boxen aufgestellt, um Störungen zu minimalisieren.
Sie endet in derselben Höhe wie die Vorderseite der Box, nämlich 4,57m von der letzten Hürde.
Behälter für Bälle, nicht im Einsatz befindliche Flyballboxen, Werkzeuge (Hammer, Bürsten, usw...) befinden sich hinter der Rückwand.

3.6 Mannschaft
Eine Mannschaft besteht aus mindestens 4 und maximal 6 Hunden mit ihren Hundeführern, 1 Balllader, sowie 1 oder 2 Ringhelfern nach eigenen Ermessen, um Bälle einzusammeln, umgefallene Hindernisse aufzustellen und der Mannschaft zu helfen.
Den Ringhelfern ist während des Rennens jeder Kontakt mit der Jury oder der gegnerischen Mannschaft untersagt, den Hunden darf durch den Ringhelfer nicht geholfen werden und jegliche Regelwidrigkeit ist streng verboten.
Jede Mannschaft setzt in jedem Lauf eines Rennens 4 Hunde ein, sowie maximal 2 Reservehunde.
Die Reservehunde werden außerhalb des Wettkampfrings bereitgehalten.
Das Team selbst entscheidet, ob der Einsatz eines Reservehundes nötig ist (Unsicherheit, Verletzung).
Das Auswechseln eines Hundes geschieht nach dem Ende einer Runde. Alle Hunde einer Mannschaft, einschließlich Reservehunde, müssen vor Beginn des Wettkampfs angemeldet werden.
Die Teamaufstellung (6 Hunde) bleibt während des Wettkampfs unverändert.

3.7 Wettkampfregeln

3.7.1 Der Start
Der Hund darf aus stehender oder laufender Position heraus starten.
Bei einen manuellen Start (akustische Startsequenz oder Pfeifsignal des Hauptschiedsrichters) ist ein Start dann fehlerhaft, wenn irgendein Körperteil des Hundes (z.B. Nase oder Pfote in der Luft oder auf dem Boden) bzw. ein Körperteil des Hundeführers sich über der Start/Ziellinie befindet, bevor das Startsignal gegeben wurde.
Der Fehler wird durch den Linienrichter bzw. den Hauptschiedsrichter signalisiert.
Bei einen elektronischen Start ist ein Start dann fehlerhaft, wenn irgendein Körperteil des Hundes vor der Startfreigabe die Lichtschranken überquert bzw. wenn ein Körperteil des Hundeführers die Lichtschranke auslöst.
Auch in diesen Fall wird der Fehler durch den Linienrichter bzw. den Hauptschiedsrichter angezeigt.
Nach einem Fehlstart wird erneut gestartet.
Wird beim erneuten Starten von derselben Mannschaft im selben Lauf wieder ein Fehlstart verursacht, wird nicht abgebrochen, sondern der Lauf fortgesetzt.
Der zu früh gestartete Hund muss aber nach dem zurückgekehrten letzten Hund seiner Mannschaft die Bahn noch einmal absolvieren.
Wird jedoch beim zweiten Fehlstart gleichzeitig durch die gegnerische Mannschaft ein Fehlstart verursacht (= der erste Fehlstart des Gegners), wird der Lauf wiederholt.

3.7.2 Die Runde
Jeder Hund überspringt hintereinander die 4 Hindernisse, bedient die Flyballbox, fängt den Ball und kehrt mit dem Ball im Maul über die 4 Hindernisse zurück über die Ziellinie.
Sobald der erste Hund mit egal welchen Körperteil, Nase oder Pfote, in der Höhe oder auf dem Boden die Start/Ziellinie passiert, darf der nächste Hund die Start/Ziellinie passieren (im Idealfall passieren die Hunde „Nase an Nase“ die Start/Ziellinie) usw., bis alle 4 Hunde den Lauf beendet haben.
Frühzeitiges Passieren der Linie wird durch den Linienrichter angezeigt und der Hund muss nach dem Zurückkehren des letzten Hundes eine Strafrunde laufen.

Folgende Fehler führen zu einer Strafrunde des betreffenden Hundes:

  • ein Hund passiert die Start/Ziellinie bevor der zurückkehrende Hund die Linie passiert hat; wird dieses durch EJS angezeigt. Wenn ohne EJS gelaufen wird, wird das durch den Linienrichter angezeigt.
  • Ein Hund überspringt nicht alle Hindernisse;
  • Ein Hund nimmt den Ball aus der Maschine, ohne diese zu bedienen
  • Ein Hund kehrt ohne Ball über die Start/Ziellinie zurück
  • Ein Hund trägt den Ball nicht über alle vier Hürden
  • Der Hundeführer überquert selbst die Start/Ziellinie (ausgenommen zum Aufstellen eines umgefallenes Hindernisses oder zum Aufheben eines Balles)

Achtung: Es ist keinem Mannschaftsmitglied gestattet durch die Sensoren vom EJS zu gehen.
Falls es doch passiert, muss sein Hund eine Strafrunde laufen.

3.7.3 Umgefallene Hindernisse
Wirft ein Hund während seines Laufs ein Hinderniss um, wird dies nicht als Fehler gewertet, wenn der Hund dieses Hindernis überspringt als wäre es noch in seiner ursprünglichen Position.
Ein Ringhelfer oder Hundeführer darf das umgefallene Hindernis wieder aufstellen, ohne dabei dem Hund zu helfen oder ihn zu stören.

3.7.4 Fehlerhafte Flyballbox
Stellt der Balllader Funktionsfehler an der Flyballbox fest, teilt er dies dem Hauptschiedsrichter mit, indem er sich vor die Box stellt.
Der Lauf wird abgebrochen.
Der Hauptschiedsrichter kontrolliert die Box. Wenn nach Meinung des Hauptschiedsrichters die Box nicht richtig funktionierte, wird der Lauf wiederholt.
Besteht jedoch kein Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Box, gilt der Lauf als verloren.
Hat die Mannschaft keine Reservebox oder kann der Fehler an der Box nicht in kürzester Zeit behoben werden, gilt der Lauf, sowie die eventuell noch folgenden Läufe als verloren.
Wenn die Flyballbox (oder Reservebox) zum zweiten Mal im selben Rennen nicht mehr funktioniert, gilt der Lauf und die eventuell noch folgenden Läufe als verloren.

3.7.5 Eingreifen
Fällt der Ball beim Fangen zurück in die Ballöffnung der Flyballbox, darf der Balllader die Box erneut funktionsklar machen, ohne dass der Hund hierfür seinen Lauf wiederholen muss.
In diesem einzigen Fall darf der Balllader dem Hund Anweisung erteilen, den Boxenmechanismus auszulösen.

3.7.6 Beschmutzung
Wenn ein Hund auf dem Flyballterrain sein "Geschäft" erledigt, verliert die Mannschaft den Lauf.

3.7.7 Ball außerhalb des Flyball-Terrain
Der Veranstalter spannt das Flyballterrain ab.
Falls ein nicht gefangener oder vom Hund verlorener Ball wegspringt, außerhalb der abgegrenzten Flyballbahnen zum Liegen kommt und der Hund holt sich ohne fremde Hilfe den Ball und beendet seinen Lauf korrekt, bleibt dies ohne Konsequenz.
Eine Strafrunde des Hundes ist dann fällig, wenn dem Hund beim Holen des Balles in irgendeiner Weise vom Hundeführer, vom Balllader, von Zuschauern oder anderen Personen geholfen wird.

3.7.8 Verhalten des Ballladers
Der Balllader bleibt aufrecht hinter der Flyballbox stehen und darf die Hunde verbal stimulieren, solange er die gegnerische Mannschaft damit nicht stört.
Er verlässt seinen Platz nicht, ausgenommen zum Aufheben eines verlorenen Balles, während des Aufwärmens oder um sich einen neuen Vorrat Bälle zu beschaffen.
Er beugt sich nicht nach vorn über die Maschine, außer zum erneuten Einlegen eines Balles in die Flyballbox nach Ballaufnahme eines Hundes.
Der Balllader bleibt in Position bis der Hauptschiedsrichter das Resultat des Laufes bekannt gegeben hat.
Ist die Jury der Meinung, dass der Balllader gegen die Regeln verstoßen hat, kann die Mannschaft die Runde verlieren.
Hat nach Meinung der Jury der Balllader einen Hund geholfen, außer wenn zugelassen, muss der Hund eine Strafrunde laufen.
Die Flyballbox muss geladen sein und der Balllader muss aufrecht stehen, wenn der Hund an der Box ist.

3.7.9 Zieleinlauf
Die Manschaft deren 4 Hunde zuerst erfolgreich den Lauf beendet hat, gewinnt den Lauf.
Der Lauf ist zu Ende, sobald der letzte Hund mit egal welchem Körperteil, Nase oder Pfote, in der Höhe oder am Boden, die Start/Ziellinie passiert.
Ein Lauf kann auch durch Reglementverstöße der gegnerischen Mannschaft gewonnen werden.

3.7.10 Störungen
Wenn ein Hund oder Mitglied einer dazugehörenden Mannschaft ein gegnerisches Team während des Rennens stört, verliert die "störende" Mannschaft den Lauf.
So auch bei allen Störungen innerhalb des Flyballrings und auf dem Platz wo die Reservehunde warten.
Man spricht von einer Störung, wenn z.B. ein Hund von Mannschaft A den Hund von Mannschaft B beim Beenden des Laufes behindert.
Holt ein Hund seinen verlorenen Ball aus dem Gebiet der gegnerischen Mannschaft, ist dies nicht unbedingt als Störung zu bewerten.
Die gegnerische Mannschaft darf nicht durch das Werfen von Bällen oder das Hinterlassen von Gegenständen im Gebiet der gegnerischen Manschaft abgelenkt werden.
Das Werfen von Motivationsgegenständen gleich welcher Art (frisbee, Spielzeug, Bälle etc.) zur Stimulierung eines zurückkehrenden Hundes ist verboten.
Die Mannschaft (oder ein Ringhelfer) sorgt für das Aufheben der Bälle.
Die erste Übertretung dieser Art ahndet der Schiedsrichter mit einem Hinweis, im Wiederholungsfalle, während des Wettkampfes, verliert das störende Team den Lauf.

3.7.11 Bruch von Hindernissen
Bei gebrochenen Hindernissen (z.B. verursacht durch Umwerfen) beobachtet der Hauptschiedsrichter die Situation.
Besteht keine Verletzungsgefahr für den Hund, wird der Lauf regulär beendet.
Andernfalls beendet der Hauptschiedsrichter sofort den Lauf und lässt den Lauf nach Reparatur oder Ersatz des gebrochenen Hindernisses wiederholen.

3.8 Aufwärmen und Üben
Der Veranstalter bestimmt die Zeit, die zum Aufwärmen zur Verfügen steht.
Während des Wettkampfs besteht keine Möglichkeit mehr im Ring zu trainieren, außer in den vor jeden Rennen zugelassenen Übungsläufen.
Individuelles Training mit Box oder Hindernis ist außerhalb des Rings (Flyballterrain) zugelassen, sofern dadurch andere Mannschaften nicht gestört oder abgelenkt werden.
Das Üben im Ring wird gestraft durch Disqualifikation des betreffenden Rennens.

3.9 Antreten zum Lauf
Sollten ein oder mehrere Teilnehmer einer Mannschaft mit einer Verspätung (gegenüber dem festgelegten Zeitschema) von mehr als 5 Minuten am Start erscheinen, während die gegnerische Mannschaft vollzählig angetreten ist und wartet, darf der Hauptschiedsrichter das wartende Team zum Gewinner des Rennens erklären.
Die praktische Anwendung dieser Regel, die entworfen wurde, um unnötige Verspätungen zu vermeiden, ist dem Hauptschiedsrichter überlassen.
Eine Mannschaft die wegen Nichterscheinen oder Verzicht der konkurrierenden Mannschaft ein Rennen gewinnt, muss jedoch alle Läufe absolvieren, um sich weiter zu qualifizieren, oder um (bei "Round Robin") die erforderlichen Punkte zu verdienen.
Falls nötig spielt die Mannschaft ohne den konkurrierenden Gegner weiter.
Mannschaften die sich angemeldet haben, jedoch nicht zum Wettkampf erscheinen, können sich bei der Wettkampforganisation entschuldigen und sanktioniert werden.

4. Anmelde- und Wettkampfformular
Angaben auf den Anmelde- und Wettkampfformularen (Zeitnotierung):

  • Name der Mannschaft (+Kontaktadresse mit Tel/Fax/Email)
  • Name des Mannschaftsführer oder Trainers
  • Name eines jeden Hundes, Rassenbezeichnung, Geburtsdatum, sowie Namen der Hundeführer
  • Hindernishöhe eines jeden Hundes
  • Name des Ballladers
Das Auswechseln von Hunden verschiedener Teams untereinander, auch wenn sie demselben Verein angehören ist verboten.

5. Rahmenbestimmungen

5.1 Verhaltensregeln
Alle startenden Mannschaften müssen den Meldeschluss des Flyballturnier einhalten.
Mit Abgabe der Meldung verpflichtet sich die Mannschaft bzw. der angeführte Mannschaftsführer, die Startgebühr zu bezahlen.
Sollte eine Mannschaft aus irgendwelchen Gründen am Erscheinen verhindert sein, muss der Mannschaftsführer dies unverzüglich dem Veranstalter mitteilen.
Es müssen die für den Veranstaltungsort geltenden Veterinär- und Tierschutzbestimmungen von allen Mannschaftsmitglieder eingehalten werden.
Vor Beginn des Flyballturniers muss jeder Teilnehmer auf Verlangen einen gültigen Imfpass vorweisen.
Die Teilnehmer müssen die Anweisungen des Hauptschiedsrichters und des Wettkampfleiters befolgen.
Im Rahmen eines Flyballturniers muss ein sportlich einwandfreies Verhalten gezeigt werden. Das Ende eines Flyballturniers ist mit der Siegerehrung gegeben. Die Teilnahme an der Siegerehrung ist als Ehrenpflicht aller Teilnehmer anzusehen.
Der Eigentümer eines Hundes hat für alle Personen- und Sachschäden aufzukommen, die durch seinen Hund verursacht werden.
Daher hat er auf dem Meldebogen mit seiner Unterschrift zu bestätigen, dass für den gemeldeten Hund eine gültige Haftpflichtversicherung existiert.
Für etwaige Unfälle während der gesamten Flyballveranstaltung haftet der Hundführer für sich und seinen Hund.
Die vom Hauptschiedsrichter bzw. vom Wettkampfleiter gegebenen Anweisungen werden vom Hundeführer freiwillig angenommen und auf eigene Gefahr ausgeführt.
Es wird von allen Teilnehmern erwartet, dass sie sich mit ihren Hunden durch ausreichendes Training auf den Wettkampf vorbereiten und die gültigen turnierregeln kennen.
Es sollte als selbsverständlich angesehen werden, dass alle Teilnehmer sich höflich und freundlich betragen.
Ärger und Unzufriedenheit dürfen keinesfalls gegenüber Hund oder Menschen (andere Turnierteilnehmer, Zuschauer, Veranstalter, Flyballrichter) innerhalb und außerhalb des Rings öffentlich bekundet werden.
Training, Wettkämpfe und Vorführungen sind stets im Sinne des Wohles des Hundes und des Flyballsports abzuhalten.
Mißhandlung oder strenge Bestrafung eines Hundes sind nicht im Sinne des Wohles des Hundes und nicht im Sinne des Flyballsports.
Bei tierschutzrelevantem Verhalten wird das Team Hund-Hundeführer vom Hauptschiedsrichter disqualifiziert und für den gesamten Wettkampftag ausgeschlossen.
Bei einen Wettkampf darf der Hund nur mit einen handelsüblichen, nicht auf Zug gestellten Halsband oder Geschirr geführt werden.
Von jedem Teilnehmer wird erwartet, dass er nach dem Motto "das Wohlbefinden des Hundes kommt an allererster Stelle, erst dann wird an Resultate gedacht" handelt.

5.2 Veranstaltungstermine
Flyballturniere können das ganze Jahr hindurch an jedem Tag der Woche durchgeführt werden, solange es die Witterungsverhältnisse zulassen.
Auch eine Durchführung in Hallen ist möglich.
Sollten die Sicherheit und die Gesundheit von Mensch und Tier gefährdet sein, muss von der Durchführung eines Flyballturniers Abstand genommen werden. Die Entscheidung darüber trifft der Hauptschiedsrichter mit dem Wettkampfleiter.

5.3 Unbefangenheit gegenüber Menschen und Artgenossen
Fehlt einem Hund im Ring gegenüber Menschen oder anderen Hunden die Unbefangenheit, egal zu welchem Zeitpunkt des Rennens, ist der Hauptschiedsrichter befugt, diesen Hund von der weiteren Teilnahme am Wettkampf auszuschließen und den Einsatz eines Reservehundes zu fordern.
Jeder Hund der wegen fehlender Unbefangenheit vom Wettkampf ausgeschlossen wird, ist vom Hauptschiedsrichter dem Verband zu melden.

5.4 Gesundheitszustand des Hundes
Ein verletzter Hund oder ein Hund, der sich in einen Genesungsprozess (nach schwerer Operation, Verletzung etc...) befindet, wird nicht zum Wettkampf zugelassen.
Hunde, bei denen eine Bandage erforderlich ist, um eventuelle Verletzungen zu verhindern oder genesene leichte Wunden zu schützen, können nach eingehender Untersuchung durch den Hauptschiedsrichter zugelassen werden.
Das Verabreichen stimulierender Mittel an die Hunde ist streng verboten.

5.5 Gültigkeit
Das Reglement tritt am 1.1.2005 in Kraft und gilt für alle.
Es ersetzt alle bisherigen Bestimmungen.







6. Mögliche Varianten / Zusatzregeln

Bei den Varianten handelt es sich um Regelergänzungen, die vom Veranstalter zugelassen werden können.
6.1 Die 9 Hunde-Regel
Bei der 9 Hunde-Regel können bis zu 9 Hunde pro Mannschaft gemeldet werden. Sie gilt normalerweise in der letzten Division.
Bei großen Turnieren kann ein Veranstalter sie auch noch in weiteren Divisionen zur Anwendung bringen.

6.2 Mitlaufen / Hilfen im Ring
Das Mitlaufen sowie andere Hilfen im Ring werden vor dem entsprechendem Lauf angemeldet. Die Mannschaft bekommt,
pro Hund bei dem mitgelaufen wird, 3 Strafsekunden hinzugezählt. Etwaiges Nachlaufen wird nicht mitgezählt -
somit sind pro Lauf maximal 12 Strafsekunden möglich.

6.3 Der Zaun
Es wird ein Zaun aufgestellt, der die rote Bahn von der blauen Bahn trennt.( geteilter Parcours )

6.4 Die Senioren-Regel
Bei Starts von Seniorenmannschaften gibt es folgende Regelergänzungen:
6.4.a) In einer Seniorenmannschaft muss jeder Hund der Mannschaft mindestens 7 Jahre alt sein.
Zu Starts von Seniorenmannschaften gibt es folgende Regelergänzungen:
6.4.b) Die Mannschaft muss in ihrem Namen deutlich erkennbar einen Zusatz führen,
aus dem ersichtlich ist, dass es sich um eine Seniorenmannschaft handelt.
6.4.c) Bei der Seniorenmannschaft müssen mindestens 6 Hunde gemeldet sein.
Bis zu 9 Hunde dürfen gemeldet werden.(5 Ersatzhunde)
6.4.d) Seniorenmannschaften dürfen nur in Divisionen mit maximal 5 Mannschaften starten.
Allerdings wird hier dann ein Round Robin/Speed Trail auf 3 Heats begrenzt.
Es ist der Seniorenmannschaft nicht erlaubt,im Double Elimination ein "Best aus 5" zu laufen.
Für die anderen Teams der Division,in der ein Seniorenteam läuft,
gilt diese Begrenzung der Läufe nicht.
6.4.e) Ablauf: Der Seniorenhund darf, pro Turniertag, nicht mehr als 15 Läufe (heats) absolvieren.
6.4.f) Fehlstarts: Für Seniorenmannschaften wird im Falle eines Fehlstarts, wie in Regel 3.7.1 des Reglements beschrieben,
der Lauf nicht neu gestartet, sondern er läuft weiter. Um den Lauf zu beenden, muss die Mannschaft den Hund,
der den Fehlstart verursacht hat, nochmals als fünften Hund in diesem Lauf laufen lassen.
Startet ein Seniorenteam in einer Division, so gilt in dem Rennen gegen dieses Team,
jeweils für die gegnerische Mannschaft, ebenfalls die geänderte Fehlstartregel.
D.h. gegebenenfalls muss hier Hund 1 mit einem Fehler (Fehlstart) hinter Hund 4 seinen Fehler korrigieren.
6.4.g) Sprunghöhen: Für Seniorenmannschaften wirf die Sprunghöhe auf die Mindesthöhe 17,5 cm begrenzt,
unabhängig von den Höhen der startenden Hunde.
6.4.h) Die Seniorenmannschaft kann keine Rekorde laufen, jedoch kann sie Turniere gewinnen.